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Heidelberg: Die besten Deutschen am Super-Computer (Do, 29 Jul 2021)
Von Julia Schulte Heidelberg. Supercomputer – das sind extrem schnelle Rechner mit hoher Rechenleistung, mit denen hauptsächlich Simulationen komplexer Zusammenhänge durchgeführt werden. Genau solche Simulationen sind Inhalt des internationalen Wettbewerbs "Student Cluster Competition", bei dem Studierende aus aller Welt im Bereich des Hochleistungsrechnens gegeneinander antreten. Das erfolgreichste deutsche Team waren in diesem Jahr die "Heidelbears" von der Universität Heidelberg, die den siebten Platz belegten. Das Team setzt sich zusammen aus zwei Studentinnen und vier Studenten, die Scientific Computing, Mathematik und Physik studieren. Gecoacht wurden sie von Alexander Haller und Aksel Alpay, zwei HPC-Experten des Universitätsrechenzentrums. Holger Wünsche von den "Heidelbears" erklärt, worum genau es beim Hochleistungsrechnen geht: "Reale Probleme lösen, für die es eine massive Rechenleistung braucht und die zu komplex für reguläre PCs sind." Ein gängiges Beispiel seien Wettervorhersagen: Für diese müssten aus einer enormen Vielzahl an Daten Simulationen erstellt werden, die möglichst präzise und schnell sind. Zur Optimierung dieser Simulationen gilt es herauszufinden, wie die einzelnen Komponenten der Supercomputer bestmöglich zusammenarbeiten, wofür entsprechend komplexe Programmierungen notwendig sind. Auch bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe seien Supercomputer zum Einsatz gekommen, erklärt Alpay. Es wurde simuliert, wie das Virus funktioniert, um dann wiederum mögliche Lösungen zu modellieren. Das geht schneller als die direkte Herstellung im Labor – es können also Zeit und Geld eingespart werden. Eines der weltweit größten Messe- und Kongressevents zum Hochleistungsrechnen – die "ISC High Performance" – findet jedes Jahr in Frankfurt statt. Ein Teil davon ist der Student Cluster Competition, der bereits das zweite Jahr in Folge online durchgeführt wurde. Während die Teilnehmer in normalen Jahren selbst einen kleinen Supercomputer bauen und diesen nutzen müssen, ist die Herausforderung im Onlineformat eine andere: Alle Teams erhielten vier Problemstellungen, für die sie dann innerhalb von drei Wochen die optimale Lösung finden mussten. Das Besondere: Die Studierenden durften in der Zeit die Supercomputer in Toronto und Singapur nutzen. In diesem Jahr mussten sie beispielsweise das Wetter für einen Tag im Jahr 2016 für die Region China und Ostchinesisches Meer bestimmen. Dazu bekamen sie sämtliche Daten zur Verfügung gestellt, mit denen sie ein möglichst präzises Modell simulierten, das anhand des tatsächlichen Wetters an dem Tag überprüft werden konnte. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb hatte die Gruppe mit dem Supercomputer der Heidelberger Uni üben können, der sich im Rechenzentrum befindet. "Ein Supercomputer besteht letztlich aus vielen normalen PCs mit hoher Rechenleistung, die mit einem besonders schnellen Netzwerk miteinander verbunden sind", erzählt Haller. Sie stehen in großen Räumen bis hin zu Hallen, einloggen kann man sich von überall. "Während des Wettbewerbs sitzt man also mit seinem Laptop im Garten und steuert einen Hochleistungsrechner in Singapur", sagt Wünsche. Genau diese Möglichkeit habe für ihn den Reiz des Wettbewerbs ausgemacht. Auch Sanchi Vaishnavi erzählt, dass sie es faszinierend finde, mit Supercomputern zu arbeiten, da auf diese Weise neues Wissen generiert werden könne. Alpay, der 2018 selbst als Student an dem Wettbewerb teilgenommen hatte, ergänzt: "Das ist eine super Möglichkeit für Studierende: Sie können kostenlos Hightech-Hardware nutzen, die so viel Wert ist wie ein Haus." Und auch für ihre berufliche Zukunft lohne sich die Teilnahme am Wettbewerb, da Unternehmen händeringend nach solchen hoch spezialisierten Mitarbeitern suchten.
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SNP: SNP übernimmt Konkurrenten "Datavard" (Thu, 29 Jul 2021)
Von Matthias Kros Heidelberg. Der Heidelberger Softwareanbieter SNP übernimmt den Konkurrenten Datavard, der ebenfalls seinen Sitz in Heidelberg hat. "Bisher agierten SNP und Datavard als Wettbewerber und Partner; zukünftig werden wir die neu gewonnene Stärke aus dem Zusammenschluss dazu nutzen, unsere Kunden und Partner noch umfassender bedienen zu können", kündigte Michael Eberhardt, CEO der SNP SE, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz an. Sowohl im Software- als auch im Beratungsgeschäft ergänzten sich die Portfolios optimal. Beide Unternehmen sind Spezialisten im Bereich der Transformation von SAP-Systemen, also etwa wenn eine alte SAP R/3-Software auf das neue SAP S4/HANA umgestellt werden soll. Datavard bringe aber noch weitere Kompetenzen mit ein, sagte Gregor Stöckler, Mitgründer und CEO der Datavard AG, so etwa die Stilllegung von Alt-Systemen, Daten-Archivierungen oder -innovationen etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Zu den eigenen Kunden zählten unter anderem zwölf Dax-Unternehmen, sagte Stöckler, der künftig COO bei SNP werden soll und damit für das Tagesgeschäft zuständig sein wird. Diese Position wird neu geschaffen. Als Kaufpreis vereinbarten beide Firmen 30 Millionen Euro, von denen der bei Datavard engagierte Finanzinvestor Morando ein Drittel erhält und damit ausbezahlt wird. Ein weiteres Drittel geht in Form von SNP-Aktien an mehrere Datavard-Manager, die die übrigen Anteile an dem Unternehmen besitzen. Eber-hardt wertet diese Vereinbarung als klaren Vertrauensbeweis. Datavard erwirtschaftete nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2020 mit rund 170 Mitarbeitern einen Umsatz von 17,6 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von einer Million Euro. Für das laufende Jahr erwartet Stöckler sogar einen Umsatz von rund 21 Millionen Euro sowie eine zweistellige EBIT-Marge. Ein Abschluss des Kaufs wird zum 1. August erwartet. Eberhardt hofft auch auf Synergien, mit denen sich bis 2023 rund drei Millionen Euro einsparen lassen. Das stehe aber nicht im Vordergrund, im Gegenteil: Man sei froh, so viele qualifizierte Talente ins Unternehmen holen zu können. In Heidelberg beschäftigt Datavard allerdings nur 35 Mitarbeiter, die – wenn Mitte 2022 der Mietvertrag ausläuft – in die SNP-Zentrale in der Speyerer Straße einziehen sollen. "Wir freuen uns schon auf die neue Wohngemeinschaft", scherzte Eberhardt. Den Großteil seiner Beschäftigten hat Datavard im slowakischen Bratislava. SNP ist an der Börse notiert, der Kurs der Aktie, der momentan deutlich unter dem Jahreshoch liegt, sank auch am Mittwoch um etwa 1,5 Prozent.
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Neubaugebiete im Regionalplan: Heidelberg befürchtet Blechlawinen (Thu, 29 Jul 2021)
Von Holger Buchwald Heidelberg. Der Regionalplan Rhein-Neckar ist die rechtsverbindliche Grundlage für alle Planungen in der Metropolregion. Wo dürfen Neubaugebiete entstehen? Und wo werden Grenzen gesetzt? Derzeit wird das Regelwerk fortgeschrieben, es soll für 15 Jahre gelten. Die Städte und Kommunen geben aktuell ihre Stellungnahmen zum Entwurf ab. Und Baubürgermeister Jürgen Odszuck mahnt im RNZ-Interview einen schonenderen Umgang mit den Flächen an. Herr Odszuck, Sie fordern, dass nur noch Neubaugebiete in den Regionalplan aufgenommen werden, in deren Nähe es bereits einen guten Anschluss zum Nahverkehr gibt. Sehen das Ihre Kollegen so anders, dass es dieser Stellungnahme bedurfte? Wir wollen unsere Stellungnahme als konstruktiven und zukunftsgewandten Beitrag und nicht als Kritik verstanden wissen. Die Situation in den Städten ist sehr unterschiedlich. Und wenn wir aufgefordert werden, eine Stellungnahme abzugeben, müssen wir das aus Heidelberger Sicht tun. Wir wissen doch alle, dass der große Bedarf an neuen Wohnungen im Stadtgebiet nicht gedeckt werden kann. Viele Menschen, die in Heidelberg arbeiten, müssen daher im Umland nach einem Zuhause suchen. Das verursacht enorme Pendlerströme in unsere Stadt – aktuell liegen wir da schon bei über 62.000 Beschäftigten. Daher wollen wir gemeinsam mit den Umlandgemeinden dafür sorgen, dass diese Menschen ein gutes ÖPNV-Angebot ab ihrem Wohnort haben. Sonst brechen weiter jeden Tag Blechlawinen über unsere Straßen herein. Haben Sie Beispiele für Neubaugebiete, die problematisch sind? Ich möchte ungern mit dem Finger auf bestimmte Flächen oder Gemeinden zeigen. Daher haben wir unsere Einwände auch eher allgemein formuliert: Neubaugebiete sollten grundsätzlich in einer akzeptablen Nähe zu einer Straßenbahn- oder S-Bahn-Haltestelle liegen. Denkbar wäre auch eine gute Busanbindung zu solch einem Haltepunkt. Ist diese Forderung nicht ein Widerspruch zur bisherigen städtischen Politik? Schließlich entwickeln Sie gerade mit Patrick-Henry-Village eines der größten Neubaugebiete in der Region. Und dort gibt es auch noch keine Straßenbahnanbindung. Wir sorgen aber dafür, dass es eine geben wird! Deshalb haben wir ja auch schon ein ganzes Bündel an Trassenvarianten untersucht. Mit der Tangentialvariante über den Pfaffengrund und Wieblingen ins Neuenheimer Feld sind wir schon nah an dem Kosten-Nutzen-Faktor 1 – mit dem wir in den Genuss der Fördermittel von Bund und Land kommen könnten. Zugleich sehen wir inzwischen auch eine größere Beweglichkeit der Fördermittelgeber, solche Trassen nicht mehr nur an wirtschaftlichen Maßstäben zu messen. Schließlich geht es um die Verkehrswende. Daher arbeiten wir auch an anderen Trassenvarianten weiter. Sie fordern auch einen schonenderen Umgang mit Flächen. Ist das überhaupt realistisch? Heidelberg ist ein Beispiel dafür, dass das möglich ist. Das haben wir in den vergangenen 15 Jahren unter Beweis gestellt. Der Verbrauch neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland liegt aktuell bei durchschnittlich knapp 19.000 Hektar pro Jahr. Eine Stadt mit der Einwohnerzahl Heidelbergs würde also durchschnittlich – gemessen an den Zahlen des Bundes – 38 Hektar pro Jahr verbrauchen. Tatsächlich sind wir in Heidelberg aber mit gerade mal acht Hektar ausgekommen. Und das bei einem beachtlichen Bevölkerungswachstum von 12,8 Prozent. Auf 1000 Einwohner gerechnet benötigen wir heute deutlich weniger Fläche als 2004 – statt 23,5 sind es heute nur noch 20,5 Hektar. Das ist der höchste Rückgang aller Stadtkreise in Baden-Württemberg. Trotzdem ist auch in Heidelberg immer wieder die Versiegelung größerer Grünflächen im Gespräch. Wie beim Neubau des Betriebshofs auf der Ochsenkopfwiese oder aktuell bei der Bebauung des Hühnersteins im Masterplanprozess Neuenheimer Feld. Das Wachstum Heidelbergs war auch in der Vergangenheit natürlich nicht flächenneutral. Es ist uns aber gelungen, sparsam zu sein und die Bilanz immer weiter zu verbessern. Vor allem wegen unseres Grundsatzes: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Einen Flächenfraß gibt es in Heidelberg nicht. Der Verbrauch von durchschnittlich acht Hektar pro Jahr von 2004 bis 2019 war sehr moderat. Wenn die Stadt aber weiter wachsen soll, wird es auch in Zukunft Flächenverbrauch geben. Und ganz auf Wachstum zu verzichten, hätte derzeit sehr negative wirtschaftliche und soziale Konsequenzen. Im alten Regionalplan waren Grenzen für die bauliche Verdichtung vorgesehen. Warum ist dies im aktuellen Entwurf nicht der Fall? Wir bedauern es auch, dass die neuen Dichtewerte, also dass pro Hektar in einem Neubaugebiet 25 bis 40 neue Wohneinheiten entstehen sollen, nur noch Orientierungswerte sind. Nach unserer Vorstellung sollten es 45 Wohnungen pro Hektar sein. Wenn man dabei an Wohnformen wie Reihenhäuser denkt, ist das schon knackig. Ohne Geschosswohnungsbau ist diese Zahl in einem Neubaugebiet kaum zu erreichen. Es geht hier aber um Zukunftsfragen: Wie wirkt sich die Versiegelung auf das Grundwasser, auf den Klimaschutz aus? Für uns sind solche Grenzwerte daher ein Gebot der Stunde. Gab es schon Reaktionen von den anderen Kommunen im Verband auf ihre Forderungen? Bisher noch nicht. Ich nehme an, sie werden das zunächst mit großer Gelassenheit hinnehmen. Denn im nächsten Schritt findet ein Abwägungsprozess statt, in dem alle Interessen einander gegenübergestellt werden. Ich denke aber, dass sich auch andere Kommunen für unsere Argumente öffnen werden. Bei der Forderung nach dem Straßenbahnanschluss könnte es vielleicht schwieriger werden. Nochmal: All diese Forderungen sollen nicht als Kritik missverstanden werden, sondern als Position, die zum Nachdenken anregt. Heidelberg hat den Vorteil der Konversionsflächen, da ist es ein Leichtes, ohne neue Versiegelung auszukommen. Das wird uns immer wieder gesagt. Bei dem Wachstum von 125.000 auf 160.000 Einwohner bis 2019 entfielen aber gerade einmal 6000 Neubürger auf die Konversionsflächen – inklusive der Bahnstadt. Der Rest war echte Innenentwicklung. Diese Nachverdichtung sorgt aber bei Nachbarn nicht immer für Begeisterungsstürme. Es besteht die Befürchtung, dass Hitzeinseln entstehen könnten und sich das Mikroklima verschlechtert. Ich kann gut verstehen, dass sich in der Nachbarschaft manchmal Unmut regt, wenn sich Liebgewonnenes verändert. Aber durch die Nachverdichtung entstehen nicht zwangsläufig Hitzeinseln. Das passiert eher auf größeren, gewerblichen Arealen aus den 1970er Jahren. In den letzten 15 bis 20 Jahren haben wir immer auf ausreichendes Grün und Frischluftzufuhr geachtet. Wir fahren eine doppelte Strategie der Innenentwicklung, die immer auch auf genügend Freiräume und Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas schaut. Mehr Grünflächen für die Allgemeinheit schafft auch ein Mehr an Akzeptanz in der Nachbarschaft. Sie fordern für den Regionalplan auch Aussagen zum Klimaschutz, dass Gebiete für die Erzeugung erneuerbarer Energien vorgehalten werden. Zieht die Region da noch nicht mit? Das glaube ich grundsätzlich schon. Die Ausweisung von Windenergieparks ist aber schon immer ein schwieriges Thema. Auch Photovoltaikanlagen benötigen viel Platz. Erdwärme und Geothermie haben da noch die geringsten ökologischen Auswirkungen. Wie geht es jetzt mit dem Regionalplan weiter? Wenn es schnell läuft, kann der Entwurf im Frühjahr dem Regionalverband zur Entscheidung vorgelegt werden. Eventuell benötigen wir aber noch einmal eine zweite Abstimmungsrunde, dann dauert es voraussichtlich noch einmal ein Jahr länger, bis der Gemeinderat darüber entscheiden kann. Dieser Zeitverlust wäre aber allemal besser, als einen Regionalplan zu verabschieden, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat.
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Heidelberg: Die große Party auf der Neckarwiese zum Schulende blieb aus (Thu, 29 Jul 2021)
Von Hannah Reinhard Heidelberg. Die große Party blieb aus: Zum Ferienbeginn ist die Neckarwiese dieses Jahr direkt nach Schulschluss weitgehend leer. Am späten Mittwochnachmittag wird es ein wenig voller, die Stimmung bleibt aber entspannt. Polizei, das Deutsche Rote Kreuz, der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und die Deutsche-Lebens-Rettungs Gesellschaft (DLRG) sind vor Ort. "Eigentlich hätten wir mit mehr gerechnet", erklärt DLRG-Wachleiter Walter Alexander. Er ist heute gemeinsam mit fünf weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern an der Neckarwiese stationiert. Die DLRG und das Deutsche Rote Kreuz teilen sich die Neckarwiese zum Ferienbeginn jedes Jahr auf, damit Patienten, die versorgt werden müssen, möglichst kurze Wege gehen können. Auch ein Boot der DLRG steht bereit, falls jemand aus dem Wasser gerettet werden muss. "In den letzten Jahren haben wir das auch immer gebraucht", so Alexander. Das Rote Kreuz war mit neun Mitarbeitern da. "Normalerweise sind Betrunkene unser Hauptklientel, oft schon mittags", erzählt der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Claus Gutfleisch. Dieses Jahr hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter allerdings einen ruhigen Nachmittag auf der Neckarwiese. "Abends kann natürlich noch mehr kommen, das lässt sich schwer einschätzen", meint Gutfleisch. Deshalb bleiben DLRG und das Rote Kreuz präventiv bis zum Einbruch der Dunkelheit an der Neckarwiese. Auch Polizei und Stadt können am Nachmittag eine positive Bilanz ziehen: Weder die Polizei noch der Ordnungsdienst mussten bis dahin eingreifen, wie die jeweiligen Pressestellen auf RNZ-Anfrage mitteilten. Die wenigen Schülerinnen und Schüler, die trotzdem auf der Wiese sind, feiern gemeinsam den Abschluss des Schuljahres und die kommenden Ferien. Robin Kalb (18) und Luka Baars (19) sind mit vier Freunden unterwegs. Sie haben gerade ihr erstes Lehrjahr an der Marie-Baum-Schule abgeschlossen. "Wir sitzen hier, spielen Federball, hören Musik und trinken ein bisschen was", erzählt Luka. Wegen der Lautstärke ihrer Musik sei auch schon die Polizei bei ihnen gewesen, berichten die Jugendlichen. "Dann haben wir halt ein bisschen leiser gemacht", sagt Robin schulterzuckend. Karolin Euler (18) und Kim Gutting (18) sind mit acht weiteren Freunden am Neckar. Dass zum Ferienbeginn bis dahin weniger Jugendliche als üblich auf der Wiese feiern, erklärt sich Karolin durch die Diskussionen der letzten Wochen: "Viele haben gemerkt, dass sich die Situation hier eher schnell zuspitzt und gehen wahrscheinlich lieber woandershin." Auf der Wiese war es in den vergangenen Wochen häufiger zu Ausschreitungen gekommen, das Neckarufer musste mehrfach geräumt werden, es gab zeitweise ein Aufenthaltsverbot. "Je nachdem, wie die Lage ist, gehen wir früher oder bleiben noch hier", sagt deshalb Kim. Ida (16), Alfred (16) und Dominica (17) sind mit ihren Mitschülern des Max-Born-Gymnasiums Neckargemünd auch auf der Neckarwiese, um den Abschluss der zehnten Klasse zu feiern. "Heute sind wir später als sonst, weil wir nicht wussten, wie das Wetter wird", erzählt Alfred. "Wenn es ganz gut bleibt, werden auf jeden Fall auch noch mehr Leute kommen." Bis zum Abend blieb die Lage entspannt.
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Heidelberg: Auf dem Sonnendeck gab es Filmmusik von Blechbläsern (Thu, 29 Jul 2021)
Von Daniel Schottmüller Heidelberg. Welches Instrument kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Filmmusik denken? Die Mundharmonika aus "Spiel mir das Lied vom Tod"? Das Klavier, wie es verspielt in "Die fabelhafte Welt der Amélie" oder episch in Hans Zimmers "Inception"-Soundtrack anklingt? Oder sind es doch die scheinbar unabdinglichen Streicher, die von Filmkomponisten reflexartig vorgeschoben werden, sobald sich Romantik auf der Leinwand ausbreiten soll? Wie auch immer: Die Chancen, dass Sie sich gerade eine Posaune oder Tuba vorgestellt haben, sind eher gering. Clément Schuppert liefert auf der Bäderterrasse des Heidelberger Schlossgartens zumindest indirekt eine Erklärung, warum das so ist: "Das Klischee sagt, wir Blechbläser könnten nur laut spielen", meint der Trompeter. Mit "Legendäre Filmmusik" treten er und fünf weitere Mitglieder des Philharmonischen Orchesters am Dienstagabend den doppelten Gegenbeweis an. Sie wollen zeigen, dass die Melodien von Henry Mancini, Ennio Morricone oder John Williams auch von einem Blechbläser-Sextett vorgetragen Wirkung entfalten. Und: dass sich Posaunen, Trompeten, Horn und Tuba gerade für die leisen, intimen Filmmomente eignen. Bei dem jazzigen "Moon River", das Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" am Fenster sitzend in die Nacht haucht, kann man sich das gut vorstellen. Das Sextett wagt sich auf der Sonnendeck-Bühne aber in noch romantischere – und potenziell seichtere – Gewässer vor. 18 Millionen Mal habe sich James Horners "Titanic"-Soundtrack verkauft, berichtet Schuppert während einer seiner sympathischen Zwischenansagen. So wie die im Halbkreis sitzenden Musiker, geleitet von Jessica Armstrongs sanften Hornklängen, "My Heart Will Go On" interpretieren, wirkt das Stück dann aber doch neu. Angenehm zerbrechlich. Von Bombast und Kitsch befreit. Überhaupt: Die Bläser machen ihr eigenes Ding. Von Anfang an ist spürbar, dass sich die Frau im Sommerkleid und ihre fünf Mitmusiker – an diesem schwülen Juliabend krempeln die Männer die Hemdsärmel hoch – für Kompositionen entschieden haben, die ihnen selbst Spaß machen. Die Musik eines Animationsfilms wie "Drachenzähmen leicht gemacht" wird mit genauso viel Hingabe vorgetragen wie das bluesige "Summertime" aus Gershwins "Porgy and Bess". Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Theater und Orchester HD (@theater_und_orchester_hd) Klar, auch die Klassiker des Genres kommen nicht zu kurz. Als nach drei Stücken ein Morricone-Medley angekündigt wird, geht ein Raunen durch die Reihen. Nur passend, denn gleich zu Beginn setzt atmosphärisches Kojoten-Geheul ein. Wo im Original eine Flöte für das charakteristische Hauptthema von "Zwei glorreiche Halunken" verantwortlich ist, dürfen sich in Heidelberg die Trompeter Martin Hommel und Clément Schuppert daran austoben. Als im Verlauf des Stücks das Tempo anzieht, galoppieren wiederum Damian Schneider und Marek Janicki mit knatternden Posaunen voraus. Gelebte Demokratie. Selbst Tubist Thomas Matt gibt gegen Ende des Konzerts den Ton an. Wie zuvor den Abstecher ins Weltall ("Star Wars", John Williams) gehen die Zuhörer auch diesen Ausflug in die Tiefen des Sherwood Forrest ("Robin Hood", Michael Kamen) gerne mit. Gespräche mit dem Sitznachbar oder verstohlene Blicke aufs Handy gibt es am Dienstagabend kaum. Ja, sogar in der Umgebung hört man aufmerksam zu: Eine wachsende Zahl Schlossbesucher, die keine Karte mehr ergattern konnte, breitet sich im Laufe des Abends auf der Wiese vor Bäderterrasse aus. Und auch nach der zweiten Zugabe – Morricones "Cinema Paradiso" – will man die Musiker noch nicht so recht verabschieden. Einen besseren Beweis für die cineastische Macht ihrer Instrumente hätten sich die Blechbläser nicht wünschen können.
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B37 in Heidelberg: Zwei Schwerverletzte bei Unfall in Schlierbach (Update) (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg-Schlierbach. (pol/rl) Zu einem schweren Unfall kam es am Mittwochabend auf der Schlierbacher Landstraße. Das meldete die Polizei. Ein 67-jähriger VW-Fahrer war gegen 19.15 Uhr in Richtung Neckargemünd unterwegs gewesen, als der Wagen in Höhe der Haltestelle "Adlerüberfahrt" nach rechts von der Fahrbahn abkam und nahezu ungebremst gegen eine Hauswand prallte. Der 67-Jährige, sowie sein 48-jähriger Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Der Rettungsdienst brachte beide zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Die Fahrbahn in Richtung Neckargemünd wurde nach dem Unfall gesperrt, der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Gegen 21.05 Uhr waren Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten abgeschlossen, wonach die Fahrbahn wieder freigegeben wurde. Die Schäden an Fahrzeug und Hauswand sollen sich auf rund 20.000 Euro summieren. Update: Donnerstag, 29. Juli 2021, 0 Uhr
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Heidelberg: HeidelbergCement kauft Aktien für bis zu eine Milliarde Euro zurück (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg. (dpa/kla) Der Baustoffkonzern HeidelbergCement will eigene Aktien im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro zurückkaufen. Das Programm habe eine Laufzeit bis zum 30. September 2023, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Zeitpunkt sei gut geeignet, nachdem die Nettoschulden zuletzt reduziert wurden und sich die Geschäfte im laufenden Jahr gut entwickelt hätten. Nach der Bekanntgabe legte die HeidelbergCement-Aktie leicht zu. Der Aktienrückkauf soll den Angaben nach in verschiedenen Tranchen erfolgen. Die erste Tranche mit einem Volumen von 300 bis 350 Millionen Euro solle im August dieses Jahres starten und bis Januar 2022 abgeschlossen sein. Bereits bei der Hauptversammlung Anfang Mai hatte der Vorstand seine Pläne bekannt gegeben, bis Anfang Mai 2026 eigene Aktien von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals erwerben zu wollen. Das entspricht nach aktuellem Stand gut 19,8 Millionen Papieren. Der Konzern beachsichtige, die zurückgekauften Aktien zunächst als eigene Aktien der Gesellschaft zu halten, teilte das Unternehmen mit. Die Geschäfte des Baustoffkonzerns laufen unterdessen wieder besser. Die Erlöse kletterten im ersten Quartal leicht auf 3,96 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg um ein Drittel auf 538 Millionen Euro. Für das laufende Jahr zeigte sich Unternehmenschef von Achten bei Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal 2021 Anfang Mai weiterhin zuversichtlich. Für das laufende Jahr rechnet HeidelbergCement für den Gesamtkonzern mit einem leichten Anstieg des Umsatzes und des operativen Ergebnisses. Am heutigen Donnerstag legt HeidelbergCement die Zahlen fürs zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Update: Mittwoch, 28. Juli 2021, 20.30 Uhr
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Heidelberg: Zeugnis von Bayaz – "Danyals Verhalten lässt zu wünschen übrig" (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg/Stuttgart. (dpa) Dass Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) eines Tages am baden-württembergischen Kabinettstisch sitzen würde, konnte sich der eine oder andere Lehrer in der Schulzeit des 37-Jährigen wohl nur schwer vorstellen. "Danyals Verhalten lässt zu wünschen übrig", heißt es relativ unzweideutig auf einem früheren Zeugnisauszug, den der Landespolitiker am Mittwoch zum letzten Schultag in Baden-Württemberg vor den Ferien twitterte. Bayaz kommentierte die Rüge in seinem Tweet zur Zeugnisausgabe mit dem Hinweis: "Wer gut in Mathe ist, darf sich auch bisschen was erlauben." Heute gibt‘s Zeugnisse in #BadenWürttemberg, viel Erfolg dabei! Ich habe größten Respekt davor, was SchülerInnen die letzten 1,5 Jahre geleistet und ertragen haben. Ich wünsche erholsame #Ferien - und nicht vergessen: Wer gut in Mathe ist, darf sich auch bisschen was erlauben 😉 pic.twitter.com/jfk9GWPUW2 — Danyal Bayaz (@DerDanyal) July 28, 2021 Er sei in dem Fach stets ein guter Schüler gewesen, erinnert sich der Minister auf Anfrage. Allerdings sei er eben auch "ein sehr lebendiger und für einige Lehrerinnen und Lehrer sicher auch herausfordernder Schüler" gewesen, räumt Bayaz ein. Schülerinnen und Schülern wünschte er Erfolg für das Finale vor dem Urlaub. "Ich habe größten Respekt davor, was SchülerInnen die letzten 1,5 Jahre geleistet und ertragen haben", twitterte der Minister.
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Impfzentren Rhein-Neckar: Impfzentren Pfaffengrund und Weinheim schließen zum 15. August (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg. (RNZ/lyd) Nachdem die baden-württembergische Landesregierung Anfang Juli eine Weiterführung der Kommunalen Impfzentren (KIZ) bis zum 30. September und die Beendigung des Betriebs der Zentralen Impfzentren (ZIZ) zum 15. August beschlossen hatte, stehen nun die Details für die vier Impfzentren im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes fest, teilen der Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Heidelberg mit. Demnach werden das KIZ Weinheim und das KIZ Heidelberg-Pfaffengrund zum 15. August geschlossen. Für diese wird das noch als ZIZ geführte Impfzentrum im Heidelberger Patrick-Henry-Village ab dem 16. August als Impfzentrum Rhein-Neckar betrieben. Das KIZ Sinsheim wird weitergeführt. Diesem gemeinsamen Vorgehen der Stadt Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises zur Versorgung ihrer Region hat das baden-württembergische Sozialministerium am gestrigen Dienstag zugestimmt. Für den Weiterbetrieb des Impfzentrums Rhein-Neckar sowie des KIZ Sinsheim bis zum 30. September wird ein neuer Vertrag geschlossen, der sich momentan noch in der Abstimmung befindet. In beiden Fällen ist das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Betreiber im Auftrag des Landes. In den Impfzentren des Kreises sind dann bis zu 2250 Impfungen täglich möglich. Wer bis zum 15. August seine Erstimpfung im KIZ Heidelberg oder KIZ Weinheim erhalten hat, kann die zweite Dosis im neuen Impfzentrum Rhein-Neckar bekommen. Wer bereits einen gebuchten Termin für eine Impfung in einem der beiden KIZ nach dem 15. August erhalten hat, wird persönlich vom Impfzentrum kontaktiert. "Mit dieser Lösung ist die Impfversorgung in unserer Region weiter bestens gewährleistet, zumal die Abläufe im bisherigen ZIZ sehr gut eingespielt sind und hervorragend funktionieren", sagt der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger und appelliert erneut an alle Bürgerinnen und Bürger: "Bitte nehmen Sie eines der inzwischen zahlreichen Impfangebote wahr! Mit der Impfung schützt man sich selbst, die Familie, Freunde und alle anderen. Nutzen Sie diese Chance und verhindern Sie die weitere Verbreitung von Covid-19!" "Dank des bisherigen Erfolgs der Impfkampagne brauchen wir keine zwei Impfzentren mehr in Heidelberg. Landrat Stefan Dallinger und ich waren uns daher einig, dass eine Fortführung des bisherigen ZIZ im Patrick-Henry-Village und eine Schließung des bisherigen KIZ im Gesellschaftshaus Pfaffengrund die beste Lösung ist. Ich bin aber sehr dankbar, dass wir mit dem KIZ im Pfaffengrund die Möglichkeit hatten, eine herausragend gute Impfinfrastruktur in Heidelberg anbieten zu können. Seit Ende Januar sind im KIZ und über die mobilen Impfteams über 70.000 Impfungen gemacht worden. Ich bedanke mich bei allen, die hierzu ihren Beitrag geleistet haben", sagt der Heidelberger Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.
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Heidelberg: 32-Jähriger masturbiert auf Parkbank (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg-Wieblingen. (pol/ppf) Weil er sich am Dienstag gegen 17.40 Uhr in der Öffentlichkeit in unsittlicher Weise entblößt hatte, nahm die Polizei einen 32-Jährigen fest. Eine 31-jährige Radfahrerin verständigte die Polizei, nachdem sie den Mann im Bereich Neckarhamm, dortiger Fußweg entlang des Neckars, auf einer Parkbank sitzend festgestellt hatte, wie dieser sich selbst befriedigte. Als die 31-Jährige an dem Mann vorbeifuhr, suchte dieser gezielt den Blick der Frau, die daraufhin schnell weiterfuhr. Die 31-Jährige gab an, dass sie kurz danach von einer ihr unbekannten Joggerin angesprochen wurde, welche die Handlungen des 32-Jährigen ebenfalls beobachten konnte. Diese habe sich aber noch vor Eintreffen der Polizei von der Örtlichkeit entfernt. Der 32-Jährige wurde im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen in der Nähe des Neckarhamms kontrolliert und festgenommen. Anschließend musste der Mann die Beamten auf das Polizeirevier begleiten. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann schließlich auf freien Fuß gesetzt, schreibt das Polizeipräsidium in einer Pressemitteilung. Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und bittet insbesondere die Joggerin, welche die Handlungen ebenfalls beobachten konnte, sich unter dem kriminalpolizeilichen Hinweistelefon 0621/174-4444 zu melden.
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Heidelberg: Mann belästigt Jungen in der Straßenbahn (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg. (pol/rl) Ein bislang unbekannter Mann belästigte am Dienstag einen zwölfjährigen Jungen in der Straßenbahnlinie 24. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Auf dem Weg von der Haltestelle Hans-Thoma-Platz zur Haltestelle Bahnhof Weststadt/Südstadt zwischen 18 und 18.15 Uhr  setzte sich der Mann auf den Platz neben den Zwölfjährigen. In der Bahn befanden sich zu dem Zeitpunkt nur wenige Fahrgäste. Der Mann versuchte nun den Jungen in ein Gespräch zu verwickeln. Dabei griff er mehrfach nach der Hand des Zwölfjährigen. Als er ihn dann am Oberschenkel berührte, schlug der Junge die Hand des Mannes weg. Daraufhin ließ der Mann von dem Kind ab und stieg an der Haltestelle Bahnhof Weststadt/Südstadt fluchtartig aus. Der Zwölfjährige ging nach Hause und berichtete seiner Mutter von dem Vorfall. Die verständigte dann die Polizei. Wer den Vorfall mitbekommen hat, den Täter beschreiben kann oder weiß, wohin er gegangen ist, nachdem er ausgestiegen war, kann sich beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon unter der 0621/174-4444 melden. Bislang sei nur bekannt, dass der Mann vermutlich keinen Mund- und Nasenschutz in der Straßenbahn getragen hatte, teilte die Polizei mit.
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Impfungen in Heidelberg: Astra-Zeneca-Dosen laufen bald ab (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg. (ani) Noch vor wenigen Wochen musste man lange aufbleiben, um einen Impftermin zu bekommen: Besonders um Mitternacht standen die Chancen gut, in einem der Heidelberger Impfzentren einen der heiß begehrten Termine zu bekommen. Mittlerweile ist so viel Impfstoff da, dass es nicht einmal mehr nötig ist, einen Termin zu buchen. "Wir haben viele freie Kapazitäten", berichtet auch Albertus Arends, medizinischer Leiter im städtischen Kreisimpfzentrum (KIZ) im Pfaffengrund. Zwischen 350 und 450 Impfungen verabreiche man aktuell täglich im KIZ – Erst- wie auch Zweitimpfungen. In der Spitze waren es einstmals zwischen 600 und 700. Dass die Impfbereitschaft zurückgeht, sei nicht zu bestreiten, sagt auch ein Stadtsprecher. Das habe natürlich aber auch damit zu tun, dass die Grundgesamtheit der Menschen, die noch nicht geimpft seien, abnehme. Arends, der auch stellvertretender Vorsitzender der Heidelberger Ärzteschaft ist und eine eigene Hausarztpraxis in Neuenheim hat, sieht das Problem, dass es noch "etliche junge und gesunde Menschen" gibt, die sich einfach nicht impfen lassen möchten, und die man nicht richtig erreiche. Man müsse deshalb nun kreativ werden, und mit ungewöhnlichen Aktionen und auch Anreizen arbeiten. Eine davon findet am kommenden Sonntag, 1. August, statt. Dann impft ein mobiles Impfteam des Kreisimpfzentrums impfwillige Zoo-Besucher direkt im Tiergarten. In seiner Neuenheimer Praxis gebe es unterdessen noch einige Patientinnen und Patienten, die sich gerne impfen lassen möchten – auch Über-50-Jährige. Dennoch sei auch dort der anfängliche Ansturm natürlich stark zurückgegangen. Zumal Hausarztpraxen aktuell so viel Impfstoff bekommen, wie es ihnen beliebt. So richtig gebraucht wird der aber nicht. Denn immer noch liegen in etlichen Praxen Dosen des britischen Vakzins von Astra-Zeneca in den Kühlschränken – für die es überhaupt keine Nachfrage mehr gebe und die im August nicht mehr haltbar seien. Auch bei Arends liegen noch fünf Astra-Zeneca-Fläschchen im Kühlschrank. "Es gibt aber Praxen, da sind es deutlich mehr." Wenn sich dafür in den kommenden Tagen keine Impfwilligen mehr finden, müssen sie weggeworfen werden. Und das, sagt Arends, sei natürlich ärgerlich.
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Wahlkampfauftakt in Heidelberg: Baerbock will es wie Kretschmann machen (Update) (Wed, 28 Jul 2021)
Von Sören Sgries Heidelberg. Rund 230 begeisterte Parteifreunde im Publikum, ein Himmel, der sich schon im Vorfeld ausgeregnet hatte und viel Zuspruch vom erfahrenen Ministerpräsidenten: Annalena Baerbock dürfte den offiziellen Start in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs genossen haben. "Wenn ich 50 Jahre jünger wäre, würde ich sagen: Wir rocken das!", lobte Winfried Kretschmann die Grünen-Kanzlerkandidatin am Mittwochabend in Heidelberg. Bei allen Eigenschaften, die eine Regierungschefin brauche, würde er bei Baerbock "einen dicken grünen Haken" machen, so der erfahrene Kabinettschef. Baerbock selbst machte auf der Bühne vor der Halle02 deutlich, dass sie sich durchaus in den Spuren der Südwest-Grünen sieht. "Wir stehen an dem Moment, wo ihr vor zehn Jahren standet", blickte sie auf 2011 zurück. Die Landespolitik sei "Blaupause" für eine künftige Bundesregierung. "Das tun wir für unsere Kinder." Verfolgt wurden die Reden nicht nur von der Grünen-Prominenz - neben den Landesvorsitzenden Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, eine Heidelbergerin -, sondern unter anderem auch vom parteilosen Oberbürgermeister Eckart Würzner. Die Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner lobte hinterher mit strahlenden Augen die Veranstaltung: "Das hat nochmal so richtigen Elan gegeben." Dass Baerbock nach Heidelberg kam, lag insbesondere an ihr: Brantner geht als Spitzenkandidatin der Südwest-Grünen in die Wahl am 26. September. Update: Mittwoch, 28. Juli 2021, 21.28 Uhr Grüner Wahlkampfauftakt mit Baerbock in Heidelberg Heidelberg. (dpa) Die Grünen läuteten als erste der im Landtag vertretenen Parteien den Bundestagswahlkampf ein. Der grüne Regierungschef Winfried Kretschmann kam am Mittwochabend in die Bahnstadt, um seine Sicht der politischen Lage kundtun. Die Veranstaltung im Zollhofgarten vor der Halle02 wurde per Livestream auf Youtube übertragen. Zu Gast war auch die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die davor ein Zementwerk in Ulm besucht hatte. Unter dem Titel "Alles ist drin!" waren auch die Spitzenkandidaten der Baden-Württemberger Grünen dabei: Franziska Brantner und Cem Özdemir. Ebenso vor Ort: das Duo an der Spitze des Landesverbandes Oliver Hildenbrand und Sandra Detzer. Bei ihrem Auftritt forderte Baerbock mehr Investitionen in Grundschulen. Es sei ja nicht so, dass Deutschland wenig für Bildung ausgebe, aber das Geld komme nicht dort an, wo es am allermeisten gebraucht werde, kritisierte sie. "Nämlich im Primarbereich, bei den Kleinsten, in den Kitas, aber vor allem in den Grundschulen - da wird der Schlüssel für einen guten Bildungsweg gelegt." In den Grundschulen erreiche man jedes Kind - egal welcher Herkunft und unabhängig vom Einkommen der Eltern. "Deshalb muss genau dort unsere Priorität sein." Der Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet habe aus Sicht der Grünen-Landesvorsitzenden Sandra Detzer keinesfalls das Format zum Kanzler: "Regieren ist auch eine Stilfrage", sagte sie. "Genau deswegen wäre der lachende Laschet eine Fehlbesetzung und das werden wir in diesem Wahlkampf immer wieder deutlich machen." Detzer bezog sich dabei auf das Lachen Laschets bei einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Flutkatastrophengebiet. Die Union versuche sich nun im "Schlafwagen-Wahlkampf", versuche sich in die nächste Regierung zu schaukeln, aber das werde man nicht zulassen. "Die CDU hat kein Abo auf das Kanzleramt, das machen wir ihnen streitig", sagte Detzer. Wenn man so eine Machtfrage stellt, blase einem der Wind ganz gehörig ins Gesicht. "Das ist das, was wir erwartet haben." Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt die CDU 34,4 (2013: 45,7) der Stimmen. Die SPD landete mit riesigem Abstand und 16,4 Prozent auf Platz zwei. Auf die Grünen entfielen 13,5 Prozent. Die FDP konnte 12,7 Prozent erzielen, gefolgt von der AfD mit 12,2 Prozent. Damals waren etwa 7,7 Millionen Menschen wahlberechtigt. Vor dem Wahlkampfauftakt erklärten die Grünen, die von ihnen angeführte grün-schwarze Landesregierung habe das Land zum Vorreiter beim Klimaschutz gemacht. "Diesen Mut zur Veränderung tragen die Südwest-Grünen jetzt nach Berlin." Die Bundestagswahl findet am 26. September statt. Update: Mittwoch, 28. Juli 2021, 21.10 Uhr
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Heidelberger Expertin: "Kinder und Jugendliche brauchen Inseln der Freude" (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg. (dpa) Eine Expertin empfiehlt Kindern und Jugendlichen, in Corona-Zeiten "Inseln der Freude" zu suchen und bewusst zu genießen. "Die jungen Leute leben in sehr großer Unsicherheit, deshalb müssen sie die jetzigen Freiheiten wie Treffen, Feiern, Schwimmen und Spielen bewusst auskosten", sagte die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Helena Dimou-Diringer am Dienstag in Heidelberg. Denn die Entwicklung der Infektion könnte wieder zu Wechselunterricht oder gar zum Lockdown führen. Auch die Diskussion über Pro und Contra der Impfung für Jüngere und der Vormarsch der D-Variante verunsicherten die Jungen und Mädchen. Besonders schwierig sei, dass der Beginn der Sommerferien die Phase der Ungewissheit nicht beendet habe. "Die Schüler fragen sich schon jetzt, wie es im neuen Schuljahr für sie weitergeht." In den letzten paar Monaten Präsenzunterricht vor den Ferien seien sie mit ihren Defiziten konfrontiert worden. "Der Leistungsdruck war sehr hoch." Nach den Ferien sofort mit dem Pauken anzufangen, sei der falsche Weg: Der Mensch entwickele sich durch den Umgang mit anderen. "Daraus bezieht man Energie, nicht aus der frischen Luft, die wir jetzt zur Genüge haben." Deshalb müsse der Schwerpunkt auf regelmäßigen gemeinsamen Aktivitäten wie Ausflügen liegen. Es gebe junge Menschen, die befürchteten, wegen Corona im kommenden Winter zum dritten Mal in Folge ihren Geburtstag nicht feiern zu können. "Für diese Jahrgänge sind zwei Jahre sehr lang." Die Zahl der 300 bis 400 Jugendlichen, die in der Ambulanz der Heidelberger Akademie für Psychotherapie der SRH wöchentlich behandelt werden, ist laut Dimou-Diringer nicht wesentlich gestiegen. "Aber die schon kranken Kinder und Jugendlichen kommen kränker bei uns an", sagte die Ambulanzchefin. Die Kinder seien aus dem Radar der Lehrer oder des Jugendamts verschwunden, deshalb seien Störungen wie soziale Ängste, Magersucht und Zwänge unbehandelt geblieben.
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Bergstraße/Heidelberg: Bargeld und kiloweise Drogen sichergestellt (Wed, 28 Jul 2021)
Bergstraße/Heidelberg. (pol/ppf) Erfolg für die Drogenfahnder: Erst schlugen sie bei den Dealern zu, anschließend war der Großhändler in Heidelberg dran. Fünf Männer im Alter von 30 bis 46 Jahren aus Lorsch, Einhausen, Bürstadt und Heidelberg sind seit Anfang November letzten Jahres sukzessive ins Visier der Rauschgiftfahnder der Polizeidirektion Bergstraße geraten. Zu Beginn des Verfahrens haben sich die Ermittlungen gegen einen 31-Jährigen aus Lorsch gerichtet, dem vorgeworfen wird, Rauschgift im Kilobereich anzukaufen, um es in der Folge weiterverkaufen zu können. Mit richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen, die vorab von der Staatsanwaltschaft Darmstadt beantragt wurden, durchsuchten die Fahnder mit Beamten des Polizeipräsidiums Südhessen am Montag vier Wohnungen. Hierbei wurden große zahlreiche Dosen, Tüten und andere Umverpackungen mit insgesamt weit über zwei Kilogramm Marihuana, eine Kleinstmenge Kokain, Ecstasy-Tabletten, Amphetamine und dreißig Gramm Haschisch sichergestellt. Neben umfangreichen Gewächs-Utensilien für Marihuana-Pflanzen wurden auch über 10.300 Euro Bargeld konfisziert. Die Durchsuchung beim 30-jährigen mutmaßlichen Lieferanten in Heidelberg führten am Montagabend nochmals zwei Kilogramm Marihuana und Cannabisprodukte sowie 200 Gramm weißliches Pulver zutage. Darüber hinaus wurden zwei Handys sichergestellt, die über eine Verschlüsselungssoftware verfügen und für kriminelle Geschäfte benutzt worden sein könnten. Die fünf Tatverdächtigen, die bislang noch nicht polizeilich aufgefallen sind, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie werden sich demnächst in Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Dies teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
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Heidelberger Uni-Kliniken: 80 Prozent der Mitarbeiter sind gegen Corona geimpft (Wed, 28 Jul 2021)
Von Julia Lauer Heidelberg. Während sich die Delta-Variante ausbreitet, sinkt die Impfbereitschaft. Wie ist die Lage am Universitätsklinikum? Ein Gespräch mit der Allgemeinmedizinerin und Betriebsmedizinerin Marion Predikant, die den betriebsärztlichen Dienst mit 15 Ärzten und 15 Assistenten leitet. In Deutschland macht sich Impfmüdigkeit breit. Sie sind Betriebsärztin am Universitätsklinikum. Wie ist die Lage dort, Frau Predikant? Die Impfungen laufen gut. Wir haben am Universitätsklinikum rund 13.000 Mitarbeiter. 7165 haben wir beim betriebsärztlichen Dienst selbst geimpft, weitere 3136 wurden im zentralen Impfzentrum immunisiert. Wir wissen also sicher, dass 80 Prozent unserer Mitarbeiter geimpft sind. Womöglich sind es auch mehr, weil sich manche auch von ihrem Hausarzt impfen lassen oder ein anderes Impfzentrum besucht haben. Unterscheidet sich die Impfbereitschaft bei Pflegepersonal und Ärzten? Insbesondere bei Ärzten ist die Durchimpfungsrate hoch, aber auch beim Pflegepersonal und in der Verwaltung erleben wir eine hohe Impfbereitschaft. Geringer ist sie bei zuarbeitenden Sparten wie etwa Reinigungskräften. Wie haben Sie die Impfbereitschaft insgesamt erlebt? 80 Prozent der Mitarbeiter ist eine gute Quote. Wenn man sich vorstellt, 80 Prozent der Gesamtbevölkerung wären geimpft, könnten wir dem Herbst gelassener entgegensehen. Am 17. Februar haben wir mit den Impfungen am Klinikum begonnen, und die Nachfrage hält an, wenngleich sie nicht mehr so hoch wie am Anfang ist. Wir impfen noch immer etwa 150 Personen wöchentlich. Die, die zu uns kommen, sind froh und dankbar über das Angebot. Sind es vor allem Neueinstellungen, die die Impfung jetzt in Anspruch nehmen? Auch Neueinstellungen sind darunter. Bei ihnen überprüfen wir den Impfstatus, sie bekommen sofort ein Angebot. Gleiches gilt für diejenigen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei uns absolvieren. Bei anderen endet jetzt die Wartezeit nach einer Covid-Erkrankung oder sie kommen beispielsweise wegen einer Schwangerschaft erst jetzt. Das Klinikum ist der größte Arbeitgeber Heidelbergs. Wie hat die Impfkampagne dort logistisch funktioniert? Der Aufwand ist immens. Im Februar 2020 haben wir eine Hotline für die Fragen der Mitarbeiter eingerichtet, die an sieben Tagen der Woche täglich von 8 bis 13 Uhr besetzt war. Wir haben 23.000 Beratungsgespräche geführt. Parallel dazu haben wir ein Abstrichzentrum aufgebaut, und als wir erfuhren, dass ein Impfstoff kommen wird, haben wir sofort begonnen, ein hauseigenes Impfzentrum zu planen. Letztendlich hatten wir dann nach der Information, dass der Impfstoff kommt, eine Woche, um die Impfungen auf die Beine zu stellen und online, per E-Mail und telefonisch Termine zu vergeben. Wir haben im Schichtdienst gearbeitet, um die Mitarbeiter an sieben Tagen wöchentlich durchzuimpfen. Zeitweise war der betriebsärztliche Dienst ausschließlich damit beschäftigt. Wie kamen Sie denn an den Impfstoff, über die Klinikapotheke? Nein, das Sozialministerium des Landes hat den Kliniken eigene Chargen zur Verfügung gestellt. Die Klinikapotheke hat den gekühlten Impfstoff verwahrt und uns beim Aufziehen der Spritzen geholfen. Mussten Sie auch Impfstoff vernichten? Nein, wir haben den Impfstoff komplett verimpft. Weil sich einer Ampulle sechs Dosen entnehmen lassen, haben wir darauf geachtet, dass die Anmeldezahl durch sechs teilbar ist. Für Ausfälle haben wir Warte- und Nachrücklisten angelegt. Manchmal haben wir bis 22.30 Uhr abends gewartet, um den Impfstoff an unser Personal zu bringen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens hatten zusammen mit den Über-80-Jährigen von Anfang an höchste Priorität. Aber wie war das am Klinikum? Gab es bei den hausinternen Impfungen eine weitere Priorisierung, etwa in Abhängigkeit von der jeweiligen Station? Wir konnten nicht alle 13.000 Mitarbeiter gleichzeitig impfen, deshalb hat sich die Taskforce am Klinikum eine eigene Priorisierung auf Basis der behördlichen Verordnung überlegt. Mitarbeiter der Covid- und Intensivstationen sowie der Notfallambulanzen kamen zuerst an die Reihe. Dann kamen die Mitarbeiter, die mit besonders vulnerablen Patienten in Kontakt stehen, etwa auf der Onkologie. Rein wissenschaftlich tätiges Personal kam erst später dran. Diese hausinterne Priorisierung nutzten wir aber nur während der ersten Wochen. Danach war das nicht mehr nötig, alles hat sich gefügt. War von Ihrer Seite Überzeugungsarbeit nötig, damit die Mitarbeiter die Impfungen in Anspruch nehmen? Jeder Mitarbeiter wurde einzeln angeschrieben, dazu haben wir am Klinikum eine eigene Internetseite mit Informationen und Infektionszahlen eingerichtet. Und belassen Sie es nun bei den geimpften 80 Prozent, oder unternehmen Sie etwas, um auch die verbleibenden Mitarbeiter noch für die Impfung zu gewinnen? Ein Mitarbeiter der Kommunikation gibt immer wieder bekannt, wenn Termine frei sind. Wir lassen uns die Impfdokumente zukommen, um ein noch vollständigeres Bild von den Impfquoten zu haben. Und wir planen einen Flyer in fünf bis sechs Sprachen, um auch wirklich jeden Mitarbeiter zu erreichen. In Ludwigshafen hat das Klinikum 300 ungeimpften Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung verweigert. Sind solche Sanktionen auch in Heidelberg denkbar? Wir setzen am Klinikum auf Aufklärung im Rahmen unserer Impfkampagne. Das Infektionsschutzgesetz verlangt von Klinikbetreibern, dass sie alles tun, um die Verbreitung übertragbarer Krankheiten zu verhindern, insofern hielte ich persönlich in meiner Funktion als Betriebsärztin eine Impfpflicht für Klinikmitarbeiter für vertretbar – zumal man mit einer Impfung nicht nur Kollegen und Patienten schützt, sondern auch sich selbst. Wir haben Mitarbeiter, die im Herbst erkrankt waren und bis jetzt nicht wieder richtig genesen sind. Jetzt sehen wir: Eine Impfung schützt zwar nicht vor einer Erkrankung, aber zumindest vor einem schweren Verlauf.
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Künstliche Intelligenz: Wenn die "Maschine" beim Verkaufen hilft (Wed, 28 Jul 2021)
Stuttgart/Heidelberg. (hab/cab) Die vergangenen zwei Tage brachten einen Schub für Unternehmen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Region. Am Dienstag wurde die Einrichtung eines Innovationsparks für KI in Heilbronn bestätigt. Am Tag zuvor erhielten neun Projekte und Firmen die undotierte Auszeichnung "KI-Champion Baden-Württemberg". KI gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft und ist für das Land als Wirtschaftsstandort nach Ansicht von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) von essenzieller Bedeutung. Die diesjährigen "KI-Champions" kommen unter anderem aus Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Heilbronn. Gleich zu Beginn mischte die aus Ägypten stammende Expertin, Wissenschaftlerin und Unternehmenschefin Rana el Kaliouby aufgekratzt und kaum zu bremsen die digitale Preisverleihung mit ihrem Vortrag auf. Wer sich wie el Kaliouby dem Thema der "Maschine"-Mensch-Schnittstelle annimmt und sie in den Mittelpunkt seiner Firmenaktivitäten stellt, kann gar nicht emotionslos und gelassen bleiben. Nicht umsonst stößt die Forschung an KI in Deutschland auf mehr Vorbehalte als in vielen anderen Staaten – allen voran den USA, wo el Kaliouby tätig ist. Wie soll eine Künstliche Intelligenz als Maschinenintelligenz die Kommunikation mit einem Menschen erfassen, wenn sich nur zehn Prozent dieser Kommunikation in harten Fakten ausdrücken, 90 Prozent aber aus einer so genannten nichtverbalen Kommunikation stammen. Mit wie viel Energie spricht jemand, lächelt er dabei, ist er ruhig oder aufgeregt, gestikuliert er, wie schnell spricht er? Diese 90 Prozent bedeuten eine emotionale Blindheit der KI, die sie unfähig macht zu erfassen, wie "jemand drauf ist". Diese 90 Prozent waren bisher "lost in cyber-space". Die Amerikanerin nimmt für sich, ihre Software und ihr Unternehmen in Anspruch, dass sie diese verschütteten Daten einer Kommunikation auch für KI fruchtbar machen kann. Damit käme die KI der menschlichen Intelligenz wieder einen Schritt näher. Nicht umsonst trägt der Award, den die Ministerin vergab, eine rückwärts laufende Uhr in sich, die auf das Jahr 2062 ausgerichtet ist. In diesem Jahr, so haben Wissenschaftler ausgerechnet, soll künstliche Intelligenz das Niveau der menschlichen Intelligenz erreichen. Die KI-Pionierin el Kaliouby will damit erreichen, das Leben für Menschen besser und einfacher zu machen, wie sie betont. Die acht Unternehmen und eine Forschungseinrichtung, die den Preis in drei Kategorien erhielten, beschäftigen sich mit Sprachoptimierung, mit der Verbesserung der Altpapierverwertung oder auch mit der Verbesserung des Angebots von Schienendienstleistern. "Eine gesunde Schiene führt zu mehr Effektivität, zu mehr Attraktivität und damit zu mehr Nachhaltigkeit", erklärt Olga Mordvinova von der Heidelberger Inctec GmbH. Diese bietet eine Software zur Zustandsüberwachung von Bahngleisen an, die Defekte erkennt und klassifiziert. Das soll auch Wartungsarbeiten effektiver machen und für weniger Störungen im Schienenverkehr sorgen. Die zweite ausgezeichnete GmbH aus Heidelberg nennt sich Aleph-Alpha. Gründer Jonas Andrulis wagt sich mit seiner Firma in Sphären der menschlichen Sprache. Seine KI, die fünf europäische Hauptsprachen beherrscht, soll ein Kontextverständnis aufbringen, ein Weltverständnis und ein Gefühl dafür, was Menschen wollen. All das hat bisher gefehlt. Allein die Benutzung des Wortes "Gefühl" in Zusammenhang mit einer Maschinensoftware ist ungewöhnlich. "In Sprache ist alles drin. Einfach alles. Implizit unser gesamtes entcodiertes Weltverständnis. Im Neo-Cortex des Menschen entstehen Assoziationen. Im langsamen Denken andere Konstrukte", betont er. Grundlage für solche Sprachgenies unter den Computern sind die Datenmengen. "Wird die Datenmenge groß genug, entstehen dadurch Effekte und Ergebnisse, die niemand erwartet hat". Genau das ist es, was manchen Wissenschaftlern Sorge bereitet. Um nicht zu sagen: Angst macht. "KI-Champion" aus Mannheim ist die Adtelligence GmbH. Deren "Personalisierungsmaschine" ist quasi ein Verkaufsförderer und spricht Kunden unter anderem auf Webseiten und Produktseiten persönlich an – unter Beachtung des Datenschutzes, wie es hieß. Anwender bräuchten für den Einsatz keine Programmierungskenntnisse. Durch die gezielte Ansprache soll die KI neue Kunden anlocken oder zum Kauf weiterer Produkte animieren. Um Kundenbindung und Verkauf geht es auch der Karlsruher Qymatix-Solutions GmbH. Ihre Software empfiehlt Vertriebsaktivitäten und greift dafür auf die Vertriebsdaten des Unternehmens zurück, das die KI einsetzt. Ziel ist, in Fertigung und Großhandel mehr zu verkaufen, und das mit geringeren Kosten. Aus Heilbronn ist unter den Preisträgern die 100-Worte-Sprachanalyse GmbH. Sie analysiert und verbessert die digitalen Kommunikationswege von Unternehmen. Zielgruppen sollen besser angesprochen werden. Zum Einsatz kommen dabei auch marktpsychologische Merkmale. Die KI bezieht zudem neueste Erkenntnisse aus Sprachwissenschaft und Neuromarketing mit ein.
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1500 Interessenten, 500 Plätze: Jetzt ist die Glücksfee dran bei der Heidelberger Sommertour (Wed, 28 Jul 2021)
Von Anica Edinger Heidelberg. Nichts geht mehr: Seit Montagvormittag sind die Anmeldekanäle für die diesjährige RNZ-Sommertour geschlossen. Und nach der Auswertung aller eingegangenen Einsendungen steht nun fest: Trotz Corona ist das Sommerferien-Angebot der RNZ beliebt wie eh und je. Rund 1500 Leserinnen und Leser möchten mit der RNZ auf Sommertour gehen. Demgegenüber stehen gut 500 freie Plätze. Das heißt auch: Die Glücksfee wird bei der Verlosung der Plätze wieder ihre Hände im Spiel haben. Bereits am Dienstag wurden die ersten Glücklichen telefonisch darüber informiert, dass sie am kommenden Montag, 3. August, mit der Königin Silvia der Weißen Flotte nach Eberbach fahren dürfen. Bewerberinnen und Bewerber dieser Tour müssen besonders viel Glück haben: Denn die Schifffahrt war wieder die mit Abstand beliebteste Sommertour bei den RNZ-Lesern: Rund 540 Anmeldungen sind dafür eingegangen, 250 Leser dürfen mitfahren. Die Ausgelosten werden nach und nach in den kommenden Tagen telefonisch von der Redaktion informiert. Erst der Anruf berechtigt zur Teilnahme. Mit rund 140 Anmeldungen rangiert die exklusive Abendführung im Heidelberger Zoo auf Platz 2 der beliebtesten Sommertouren. Und auch die kulinarische Wanderung am Philosophenweg von Gästeführerin Susanne Kahlig von "Event & Eventchen" wollen sich viele nicht entgehen lassen: 120 Anmeldungen stehen bei dieser Tour 16 Plätzen gegenüber. Doch die RNZ-Leser wollen nicht nur schlemmen. Rund 100 interessieren sich für die Entwicklung der neuen Südstadt – und möchten mit RNZ, Internationaler Bauausstellung und künftigen Nutzern einen Blick hinter die Fassaden der neuen Südstadt werfen. Und auch eine Premiere bei der RNZ-Sommertour erfreut sich großer Beliebtheit: Ebenso 100 Leserinnen und Leser zieht es auf Heidelbergs Hausberg – zu Falkner Uwe Jacob mit seinen sieben außergewöhnlichen Raubvögeln. Aber auch für die Dauerbrenner wie das ADAC-Fahrsicherheitstraining, den Blick hinter die Kulissen der Heidelberger Brauerei und die Wanderung mit den Alpakas von Melanie Weigl durch den Ziegelhäuser Wald gibt es wesentlich mehr Anmeldungen als freie Plätze. Leider wird deshalb nicht jeder, der sich um eine Teilnahme bemüht hat, bei einer Tour dabei sein können. Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen die Zusage zur Teilnahme aus organisatorischen Gründen wie immer erst kurz vor dem Tourtermin geben. Die reine Bewerbung mit dem Coupon oder über unser Onlineformular berechtigt nicht automatisch zur Teilnahme. Bitte fragen Sie deshalb in der Redaktion nicht nach, ob Sie bei einer Tour dabei sind und ob man Ihnen den Treffpunkt nennen kann. Bitte beachten Sie auch, dass Sie, um für alle Sommertourteilnehmer höchstmögliche Sicherheit gewährenleisten zu können, bei allen Touren einen Impf- oder Genesenennachweis oder einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorlegen müssen (nicht älter als 24 Stunden). Wir wünschen allen, die sich beworben haben, viel Glück für die Auslosung!
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Kompetenzzentrum "Serious Games": Hier entstehen die Lernspiele der Zukunft (Wed, 28 Jul 2021)
Von Julia Schulte Heidelberg. Seit Montag ist es ganz offiziell: Heidelberg hat mit dem "Games-Hub" einen Standortfaktor mehr, der junge Talente anlocken und die Kreativwirtschaft in der Stadt stärken soll. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Oberbürgermeister Eckart Würzner eröffneten das neue Kompetenzzentrum für Lernspiele, in dem im kommenden Jahr drei interdisziplinäre Gründerteams sogenannte "Serious Games" entwickeln werden. Anders als reguläre Computerspiele handelt es sich bei Serious Games um Anwendungen, die nicht primär der Unterhaltung dienen, sondern ein unterhaltendes Lernergebnis zum Ziel haben. Der Fokus der drei Projekte, die im GamesHub umgesetzt werden, liegt auf Lernspielen aus den Bereichen Gesundheit und Lebenswissenschaften. Bei dem Projekt "Mikompanion" beispielsweise geht es darum, jungen Krebspatienten die Angst vor der Strahlentherapie zu nehmen. Dies soll gelingen, indem den Kindern vor ihrer Behandlung auf Grundlage einer virtuellen Realität gezeigt wird, was genau sie erwartet. In ihrem gewohnten Umfeld können sie dafür in einem Spiel mit Cartooncharakter schon einmal das Therapieumfeld erkunden und die eingesetzten Maschinen kennenlernen. Die drei Projektteams, die von einer Jury ausgewählt wurden und bereits seit Anfang Juli im Games-Hub arbeiten, werden finanziell über das Medienimpulsprogramm des Landes gefördert. Weitere Unterstützung erhalten sie von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) sowie der Hochschule der Medien Stuttgart, die für den Aufbau des Games-Hub zuständig waren und die Teams bei ihrer Arbeit betreuen. Der Geschäftsführer der MFG, Carl Bergengruen, bezeichnete den Heidelberger Games-Hub als "einzigartigen Ort" und sagte: "Menschen, die krank sind, wollen heute nicht mehr mit Flyern arbeiten." Serious Games kämen daher vor allem im Gesundheitssektor zunehmend zum Einsatz, und es handele sich um einen "enormen Wachstumsmarkt". OB Würzner sagte, dass der Hub jungen, kreativen Kräften eine tolle Perspektive biete. Computerspiele und vor allem Serious Games seien heute keine Nischenthemen mehr, sondern spielten eine zunehmend wichtige Rolle im Bereich der Kommunikation. "Mit Heidelberg wurde ein sehr gutes Pflaster für den Games-Hub gewählt", so Würzner, denn die Stadt biete Institutionen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Health und Life Science auf Weltniveau. "Hier können wir jetzt Disziplinen wie die klassische Mathematik, Physik und Medizin mit den Bereichen IT und Kultur zusammenführen, um Forschung, Entwicklung und Anwendung zusammenzubringen und neue Arbeitsplätze zu schaffen", so Würzner. Auch Ministerin Bauer glaubt, dass an Schnittstellen wie der zwischen Gesundheitswirtschaft und Games die Arbeitsplätze der Zukunft liegen. "Wir sind sehr erfolgreich in den traditionellen Bereichen, aber wir müssen auch gut in den neuen Felder sein", so Bauer. Gerade in den Serious Games sehe sie großes Potenzial, vor allem in Verbindung mit Gesundheit und Reha. Serious Games würden bereits umfassend eingesetzt, etwa in Pilotenschulen oder zum Trainieren von Operationen und Notaufnahmesituationen. Doch Bauer ist sich sicher: "Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung." Angesiedelt ist der Games-Hub im Business Development Center im Technologiepark. Den Projektteams stehen dort Arbeitsplätze zur Verfügung, und sie erhalten ein Schulungsprogramm. Aus ihnen sollen Start-ups wachsen, die dann nach einem Jahr auf eigenen Füßen stehen können. "Wir müssen jetzt schnell an Geschwindigkeit aufnehmen", so Projektkoordinator Benjamin Zierock von der SRH-Hochschule. Es gehe zunächst darum, ein Business-Modell zu entwerfen, aber bereits im Winter sollten die Prototypen der Anwendungen stehen.
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Heidelberg: Die Stadt will die Gastronomie weiter unterstützen (Wed, 28 Jul 2021)
Heidelberg. (dns) Restaurants, Cafés, Kneipen und Hotels sind mittlerweile wieder relativ gut ausgelastet. Doch die Branche steckt noch immer tief in der Krise, denn in beiden Lockdowns gingen die Umsätze jeweils massiv zurück. "Die Verluste sind nicht kompensierbar", sagte Melanie von Görtz, die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Heidelberg, Mitte des Monats im Wirtschaftsausschuss des Gemeinderates. Deshalb soll die Stadt die gebeutelte Branche auch in den nächsten Monaten tatkräftig unterstützen. Das hat der Gemeinderat vergangene Woche mit großer Mehrheit beschlossen. So soll etwa die erweiterte Außengastronomie, die mehr Plätze unter freiem Himmel ermöglicht, genauso beibehalten werden wie die Pachtreduzierungen für Betriebe in städtischen Gebäuden. Außerdem sollen Bürokratie abgebaut und Gebühren gesenkt werden, wo das möglich ist. Nicht zuletzt soll die Stadt den Unternehmen bei der Vermarktung helfen. All diese Punkte wollte die Verwaltung ohnehin angehen, wie sie bereits in einer Infovorlage für den Wirtschaftsausschuss angekündigt hatte. Doch die CDU legte Wert darauf, sie im Gemeinderat auch offiziell zu beschließen: "Es geht uns darum, hier ein Zeichen für die Branche zu setzen", betonte Stadtrat Werner Pfisterer. "Von dem Gremium muss eine Signalwirkung ausgehen." Sein Fraktionsvorsitzender Jan Gradel ergänzte: "Wir wissen, dass das alles schon in der Informationsvorlage steht. Aber wir wollen das nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern als Arbeitsauftrag an die Stadtverwaltung geben." Der Rest des Gemeinderates trug den Vorschlag zwar am Ende größtenteils mit, das Vorgehen sorgte dennoch für Irritationen. "Man kann das so beschließen", sagte etwa OB Eckart Würzner, "aber das ist relativ abstrakt und allgemein." Die Grünen stimmten am Ende ebenfalls zu, wollten über die Vorlage aber eigentlich gar nicht abstimmen: "Das geht alles in die richtige Richtung, ist aber ein bisschen unausgegoren", kritisierte Fraktionschef Derek Cofie-Nunoo. "Uns reicht das, was die Verwaltung bisher zugesagt hat." Zumal nicht absehbar sei, wie sich der Beschluss auf die städtischen Finanzen auswirke. Um das Problem zu umgehen, schlug schließlich die SPD-Fraktionsvorsitzende Anke Schuster vor, dass die Verwaltung die Maßnahmen nur "im Rahmen des beschlossenen Haushaltsbudgets" umsetzen solle – eine Lösung, mit der sich die meisten Stadträte anfreunden konnten. Ganz anders sah es dagegen beim letzten Punkt in der Maßnahmenliste im CDU-Antrag aus. Darin forderte die Fraktion nämlich die Stadt auf, verkaufsoffene Sonntage "soweit möglich" zu genehmigen – was eine kurze Grundsatzdebatte im Gemeinderat zur Folge hatte. Kritik kam vor allem von SPD, Linke und Bunte Linke: "Wir haben alle geklatscht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel – und jetzt sollen wir ihnen den einzigen freien Tag nehmen?", fragte etwa Zara Kiziltas (Linke). Entsprechend wurde über die Ausweitung der Shopping-Sonntage separat abgestimmt – und diese mit einer deutlichen Mehrheit abgelehnt.
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